TITUS
Hartmann von Aue, Erec
Part No. 29
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Verse group: (29) 
Verse: 2800    im beleip ein swachez phant,
Verse: 2801    
der zoum zebrochen in der hant.

Verse: 2802    
er viel im misselanc
Verse: 2803    
von rosse wol drîer schefte lanc.

Verse: 2804    
daz er in dem satel gesaz,
Verse: 2805    
vil sêre prîste Êrecken daz,

Verse: 2806    
wan er hâtes êre.
Verse: 2807    
enwas ze tuon niemêre.

Verse: 2808    
hete der turnei ende.
Verse: 2809    
âne missewende

Verse: 2810    
schiet diu massenîe dan.
Verse: 2811    
Êrec der tugenthafte man

Verse: 2812    
wart ze vollem lobe gesaget.
Verse: 2813    
den prîs hete er bejaget,

Verse: 2814    
und den volleclîchen
Verse: 2815    
daz man begunde gelîchen

Verse: 2816    
sîn wîsheit salomône,
Verse: 2817    
sîn schœne absolône,

Verse: 2818    
an sterke samsônes genôz.
Verse: 2819    
sîn milte dûhte si grôz,

Verse: 2820    
diu gemâzete in niemen ander
Verse: 2821    
wan dem milten alexander.

Verse: 2822    
sîn schilt was zebrochen,
Verse: 2823    
mit spern zestochen,

Verse: 2824    
man hete viuste durch geschoben.
Verse: 2825    
sus verdiente Êrec sîn loben.

Verse: 2826    
daz mære ûz kam
Verse: 2827    
und vrouwe ênîte vernam

Verse: 2828    
grôze tugent zellen
Verse: 2829    
von Êrecke ir gesellen,

Verse: 2830    
was ir sîn manheit
Verse: 2831    
beide liep unde leit.

Verse: 2832    
daz ir liebes dran geschach,
Verse: 2833    
daz was daz man im wol sprach.

Verse: 2834    
daz si leides dran gewan,
Verse: 2835    
daz was, si weste wol ir man

Verse: 2836    
in getânem muote,
Verse: 2837    
im enwolde got mit huote

Verse: 2838    
genædeclîchen gestân,
Verse: 2839    
vorhte si in unlange hân,

Verse: 2840    
wan er den lîp ûf êre
Verse: 2841    
solde wâgen sêre,

Verse: 2842    
und wan erz versuochte,
Verse: 2843    
ein zage enruochte

Verse: 2844    
man spræche im übel oder guot.
Verse: 2845    
ouch hâte sich vil snelle ir muot

Verse: 2846    
der zweier eines bewegen,
Verse: 2847    
daz ir ze manne wære ein degen

Verse: 2848    
lieber dan ein arger zage,
Verse: 2849    
unde lie swache klage

Verse: 2850    
und was sîner manheit
Verse: 2851    
beide stolz und gemeit.

Verse: 2852    
der turnei was ergân,
Verse: 2853    
der künec reit ûf karadigân

Verse: 2854    
mit sîner massenîe.
Verse: 2855    
ir iegelîches âmîe

Verse: 2856    
emphienc den ir mit vreuden .
Verse: 2857    
ouch tete alsô

Verse: 2858    
vrouwe ênîte.
Verse: 2859    
unlange zîte

Verse: 2860    
beliben si ze hove .
Verse: 2861    
urloubes gerte er

Verse: 2862    
ze dem künege artûse
Verse: 2863    
rîten heim ze hûse

Verse: 2864    
in sînes vater lant:
Verse: 2865    
daz was destregâles genant.

Verse: 2866    
des mohte in dunken grôziu zît:
Verse: 2867    
wan er was dar niht komen sît

Verse: 2868    
daz er was ein kindelîn.
Verse: 2869    
wie möhtes baz zît sîn?

Verse: 2870    
als im ze muote wart
Verse: 2871    
umbe die heimvart,

Verse: 2872    
nam er an sich
Verse: 2873    
sehzec gesellen, die er gelich

Verse: 2874    
zuo ime kleite
Verse: 2875    
unde wol bereite.

Verse: 2876    
die vuorte der tugenthafte man
Verse: 2877    
zuo geselleschefte dan.

Verse: 2878    
sînen boten er sande
Verse: 2879    
vor hin heim ze lande,

Verse: 2880    
derz sînem vater tæte kunt.
Verse: 2881    
ouch rante er ze stunt

Verse: 2882    
hin gegen karnant
Verse: 2883    
(sô was ir houbetstat genant)

Verse: 2884    
unde vant den künec
Verse: 2885    
unde sagete im

Verse: 2886    
waz im sîn sun enbôt.
Verse: 2887    
des emphienc er rîchez botenbrôt:

Verse: 2888    
wan ez gelebete der künec lac
Verse: 2889    
nie vrœlîchern tac

Verse: 2890    
danne den er vernam
Verse: 2891    
daz im sîn lieber sun kam.

Verse: 2892    
er was rüemic unde vrô.
Verse: 2893    
vil drâte besande er

Verse: 2894    
beidiu mâge unde man,
Verse: 2895    
der er vünf hundert gewan,

Verse: 2896    
und reit engegen im drî tage.
Verse: 2897    
nâch der âventiure sage

Verse: 2898    
emphiengen si alle gelîche
Verse: 2899    
harte vriuntlîche
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This text is part of the TITUS edition of Hartmann von Aue, Erec.

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