TITUS
Der Stricker, Tierbispel
Part No. 8
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Fable: Fliege 
Fliege und Kahlkopf


|P70-71
Verse: 1    Ein fliege einen kalwen man
Verse: 2    
vil sêre bîzen began,
Verse: 3    
si im daz houbet blôz vant.
Verse: 4    
sluoc er dar mit sîner hant,
Verse: 5    
lie diu fliege hin gân.
Verse: 6    
als der slac was getân,
Verse: 7    
fuor diu fliege aber dar.
Verse: 8    
des nam der man vil wol war
Verse: 9    
und râmte ir vaster denne ê.
Verse: 10    
diu fliege sûmte sich niht ,
Verse: 11    
si flouc aber hin und entran.
Verse: 12    
als dicke beiz si den man,
Verse: 13    
daz ir ze jungist wart ein slac,
Verse: 14    
daz si des bîzens gar verpflac. --
Verse: 15    
Die fliegen wil ich gelîchen
Verse: 16    
dem armen, der den rîchen
Verse: 17    
wil neizen ân sîn schulde
Verse: 18    
und engert niht sîner hulde.
Verse: 19    
daz der rîche denne klaget
Verse: 20    
und ouch dem armen widersaget,
Verse: 21    
wirt er küener denne ê
Verse: 22    
und tuot im ie und .
Verse: 23    
sprichet der rîche man:
Verse: 24    
"ist daz mir sîn got gan,
Verse: 25    
ich heize in dar umbe henken!"
Verse: 26    
muoz der arme wenken
Verse: 27    
und muoz als diu fliege varn.
Verse: 28    
des enkan er ouch niht wol bewarn,
Verse: 29    
man lâge im hie unde ,
Verse: 30    
unz er ze jungist etewâ
Verse: 31    
gevangen wirt und tôt geliget,
Verse: 32    
und daz der rîche an im gesiget.
Verse: 33    
Swer als diu fliege wirbet,
Verse: 34    
der als diu fliege stirbet,
Verse: 35    
den wil ich als die fliegen klagen
Verse: 36    
diu an dem glatze wart erslagen.
Verse: 37    
daz merken die zucken
Verse: 38    
und sich ofte muozen tucken.





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