TITUS
Author: Hartmann 
Hartmann von Aue
Book: Iwein 
Iwein


On the basis of the seventh edition by
G. F. Benecke, K. Lachmann und L. Wolff,
Berlin 1986

entered by Thorsten Parchent
and edited by Ralf Schlechtweg-Jahn,
Bayreuth 1999;
TITUS version by Ralf Schlechtweg-Jahn and Jost Gippert,
Bayreuth, 16.6.1999 / Frankfurt, 6.10.1999 / 1.6.2000 / 2.3.2003



[For easy reference, the text was subdivided into paragraphs of 100 verses each. J.G.]




Verse group: (1) 
Verse: 1    Swer an rehte güete
Verse: 2    
wendet sîn gemüete,

Verse: 3    
dem volget sælde und êre.
Verse: 4    
des gît gewisse lêre

Verse: 5    
künec Artûs der guote,
Verse: 6    
der mit riters muote

Verse: 7    
nâch lobe kunde strîten.
Verse: 8    
er hât sînen zîten

Verse: 9    
gelebet also schône
Verse: 10    
daz er der êren krône

Verse: 11    
truoc und noch sîn name treit.
Verse: 12    
des habent die wârheit

Verse: 13    
sîne lantliute:
Verse: 14    
jehent er lebe noch hiute:

Verse: 15    
er hat den lop erworben,
Verse: 16    
ist im der lîp erstorben,

Verse: 17    
so lebet doch iemer sin name.
Verse: 18    
er ist lasterlîcher schame

Verse: 19    
iemer vil gar erwert,
Verse: 20    
der noch nâch sînem site vert.

Verse: 21    
Ein rîter, der gelêret was
Verse: 22    
unde ez an den buochen las

Verse: 23    
swenner sîne stunde
Verse: 24    
niht baz bewenden kunde,

Verse: 25    
daz er ouch tihtennes pflac
Verse: 26    
(daz man gerne hœren mac,

Verse: 27    
kêrt er sînen vlîz an:
Verse: 28    
er was genant Hartman

Verse: 29    
und was ein Ouwære),
Verse: 30    
der tihte diz mære

Verse: 31    
Ez hete der künec Artûs
Verse: 32    
ze Karidôl in sîn hûs

Verse: 33    
zeinen pfingesten geleit
Verse: 34    
nâch rîcher gewonheit

Verse: 35    
ein alsô schœne hôchzît
Verse: 36    
daz er vordes noch sît

Verse: 37    
deheine schœner nie gewan.
Verse: 38    
deiswâr was ein bœser man

Verse: 39    
in vil swachem werde:
Verse: 40    
wan sich gesament ûf der erde

Verse: 41    
niemens zîten anderswâ
Verse: 42    
manec guot ritter alsô .

Verse: 43    
ouch wart in ze hove gegeben
Verse: 44    
in allen wîs ein wunschleben:

Verse: 45    
in liebte hof und den lîp
Verse: 46    
manec maget unde wîp,

Verse: 47    
die schœnsten von den rîchen.
Verse: 48    
mich jâmert wærlîchen,

Verse: 49    
und hulfez iht, ich woldez clagen,
Verse: 50    
daz unseren tagen

Verse: 51    
selch vreude niemer werden mac
Verse: 52    
der man ze den zîten pflac.

Verse: 53    
doch müezen wir ouch genesen.
Verse: 54    
ichn wolde niht sîn gewesen,

Verse: 55    
daz ich niht enwære,
Verse: 56    
uns noch mit ir mære

Verse: 57    
rehte wol wesen sol:
Verse: 58    
tâten in diu werc vil wol.

Verse: 59    
Artûs und diu künegin,
Verse: 60    
ir ietwederz under in

Verse: 61    
sich uf ir aller willen vleiz.
Verse: 62    
man des pfingestages enbeiz,

Verse: 63    
männeclîch im die vreude nam
Verse: 64    
der in aller beste gezam.

Verse: 65    
dise sprâchen wider diu wîp,
Verse: 66    
dise banecten den lîp,

Verse: 67    
dise tanzten, dise sungen,
Verse: 68    
dise liefen, dise sprungen,

Verse: 69    
dise hôrten seitspil,
Verse: 70    
dise schuzzen zuo dem zil,

Verse: 71    
dise redten von seneder arbeit,
Verse: 72    
dise von grôzer manheit.

Verse: 73    
Gâwein ahte umb wâfen:
Verse: 74    
Keiî leite sich slâfen

Verse: 75    
ûf den sal under in:
Verse: 76    
ze gemache ân êre stuont sîn sin.

Verse: 77    
Der künec und diu künegin
Verse: 78    
die heten sich ouch under in

Verse: 79    
ze handen gevangen
Verse: 80    
und wâren ensament gegangen

Verse: 81    
in eine kemenâten
Verse: 82    
und heten sich slâfen

Verse: 83    
durch geselleschaft geleit
Verse: 84    
dan durch deheine trakheit.

Verse: 85    
entsliefen beidiu schiere.
Verse: 86    
gesâzen ritter viere,

Verse: 87    
Dodines und Gâwein,
Verse: 88    
Segremors und Îwein,

Verse: 89    
(ouch was gelegen
Verse: 90    
der zuhtlôse Keii)

Verse: 91    
ûzerhalp der want:
Verse: 92    
daz sehste was Kâlogrenant.

Verse: 93    
der begunde in sagen ein mære,
Verse: 94    
von grôzer sîner swære

Verse: 95    
und von deheiner sîner vrümekheit.
Verse: 96    
er noch lützel hete geseit,

Verse: 97    
erwachte diu künegin
Verse: 98    
unde horte sîn sagen hin in.

Verse: 99    
lie ligen den künec ir man
Verse: 100    
unde stal sich von im dan,

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