TITUS
Rudolf von Ems, Alexander
Part No. 82
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Chapter: 82     
Verse: 6385    In die stat die helde ritn
Verse: 6386    
mit geselleclîchen sitn.
Verse: 6387    
grôzer liehte genuoc
Verse: 6388    
man gegen den helden schône truoc.
Verse: 6389    
sie erbeizet wâren hie,
Verse: 6390    
vil grôzer liehte vor in gie.
Verse: 6391    
Alexander hiez hân
Verse: 6392    
sîn ors gebunden stille stân,
Verse: 6393    
er wolde dannoch rîten,
Verse: 6394    
des tages aldâ niht bîten.
Verse: 6395    
diz ergie. sîn wille ez was.
Verse: 6396    
giengens ûf den palas.
Verse: 6397    
als sie kâmen an die stegn,
Verse: 6398    
Dârîus der rîche degn
Verse: 6399    
vuort Alexandern an der hant.
Verse: 6400    
gedâhter sus 'mir tuot erkant
Verse: 6401    
mîn sîn bezeichenlîche
Verse: 6402    
daz Persîâ daz rîche
Verse: 6403    
mîn vil schiere werden sol.
Verse: 6404    
daz hât mir bezeichent wol
Verse: 6405    
dirre degen rîche erkant:
Verse: 6406    
zem êrsten er die zeswen hant
Verse: 6407    
hât gegen mir geboten hie'.
Verse: 6408    
mit dem gedanke er vür sich gie
Verse: 6409    
vrœlîch ûf den palas
Verse: 6410    
der hêrlîche gezieret was
Verse: 6411    
von manger grôzer rîcheit.
Verse: 6412    
was daz ezzen bereit.
Verse: 6413    
der edel künec rîche
Verse: 6414    
hiez küneclîche
Verse: 6415    
die sîne in hêrlîcher kraft
Verse: 6416    
bereiten grôze wirtschaft
Verse: 6417    
daz ez dem boten sunder spotn
Verse: 6418    
wurd alsô rîlîche erbotn
Verse: 6419    
daz er in rîcheit jæhe
Verse: 6420    
swenn er ir rîcheit sæhe.

Verse: 6421    
Sus hiez der künec hêre
Verse: 6422    
sich mêre und aber mêre
Verse: 6423    
mit schalle vlîzen rîcheit:
Verse: 6424    
swaz vür die herren wart geleit
Verse: 6425    
trinken odr ezzen,
Verse: 6426    
daz was dar zuo gemezzen
Verse: 6427    
daz man ez trüege vür die schar
Verse: 6428    
niht anders wan in golde gar
Verse: 6429    
geliutert und gereinet,
Verse: 6430    
ergraben, wol gesteinet
Verse: 6431    
muosten al die köphe sîn.
Verse: 6432    
glanz alsam der sunnenschîn
Verse: 6433    
was der wende widerglast.
Verse: 6434    
'hei!' dâhte der wîse gast
Verse: 6435    
'sol diz iemer werden mîn?
Verse: 6436    
wan ez ist gar guldîn
Verse: 6437    
mit der herr umbe gât
Verse: 6438    
der dirre lande krône hât.
Verse: 6439    
ir iegelîcher began
Verse: 6440    
gegen dem ellenthaften man
Verse: 6441    
mit hovereden schallen.
Verse: 6442    
antwurt er in allen
Verse: 6443    
küneclîche daz er sie
Verse: 6444    
gesweiget an ir worte nie.
Verse: 6445    
wunderte sie sêre
Verse: 6446    
daz wîslich êre
Verse: 6447    
kraft in hôher werdekeit
Verse: 6448    
kleinem lîbe was bereit
Verse: 6449    
und alsô grôzes herzen sîn.
Verse: 6450    
sie sprâchen all under in,
Verse: 6451    
er wære wol besinnet,
Verse: 6452    
den sie hâten ginnet.

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This text is part of the TITUS edition of Rudolf von Ems, Alexander.

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