TITUS
Alexanderroman (Johann Hartlieb)
Part No. 31
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Chapter: 21b  
Paragraph: 29  
Alexander straft seine Mutter

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Wie Allexander sein muͦter strauft. In dem XXVIIII


Line: 731     Alexander sach in waynen vnd keret sich von im vnd gienng zu seiner muetter
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Olimpiades vnd sprach zu ir: 'Mein allerliebste muetter, du soltt meines vatters
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maynung vnd willen nichtt in vbel aufnemen, wann wiewol dein gross sundt,
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vbel vnd missetatt, daz du dein trew, ere vnd stätt an kunigkch Phylippen
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geprochen hast, nyemandt wais, yedoch so andentt die naturleichen einfluss
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der mannen herczen vnd bewegen sy zu ettleichen czeitten. Wann gelaub
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dem lawff der natur, so emphindest du, daz dich pilleich ymmer rewen soltt
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dein stätt, ere vnd trew, die du an im czerprochen hast. Vnd ob es sach war,
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daz du nyee vbel gethann hettest, yedoch so czimbt deinen eren woͮl, daz du
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deinem manne vbersechest vnd im in allen dingen gehorsamee seyst, wann wo
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ain weyb irem manne gehorsam ist, da ist nichtt enmittel, dann der goͮtter
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wille. Wann aber czwischen weyben vnd mannen yerrung vnd vnwillen sindt,
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da fliechen all gotter von vnd desselben reich wierdt nichtt lanng in eren
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besteen, wann wie mag das wesenleich peleyben, daz an allen orttern an sich
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czewchtt vnd in den nichtt verlaßen vnd aller hilff an ist. Darumb piss gehorsam
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deinem man Phylippo vnd vbersiech im vnd gedenck, daz du an im
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geprochen habst. Daz hab albeg vor deinen augen, so peleybtt ymmerwerendew
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ainigkaitt zwischen dier vnd im'. Olimpiades, die muetter Alexandri,
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dancktt vast irem lieben sune der weyßen straffe vnd versprach im pey allenn
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irenn gottern, Phylippo, dem kunig, in allen dingen vnderthan vnd gehorsam
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zu sein.




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This text is part of the TITUS edition of Alexanderroman (Johann Hartlieb).

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