TITUS
Guido de Columnis, Buch von Troja
Part No. 23
Paragraph: (23)
Sentence: 209
Als
nu
Jason
quam
an
die
stat
des
gotis
Mars
,
do
quamen
gegen
ym
die
ochsen
,
die
spruten
uß
fewrige
flammen
so
groß
und
so
vil
,
das
der
hymel
do
von
rotvar
wart
.
Sentence: 210
Do
von
gingk
uch
so
grosse
hiczc
,
das
Jason
zu
den
achsen
nicht
kommen
mochte
.
Sentence: 211
Do
gedachte
er
an
die
gaben
und
rethe
syner
allerlibsten
und
bestreich
seyn
antlicz
mit
der
teuren
salbe
und
uch
sein
hals
und
hende
und
hingk
das
bilde
des
gotis
Jovis
an
synen
hals
widder
dy
flammen
und
laß
synen
brieff
,
das
er
do
torste
gehen
zu
den
ochsen
und
mit
yn
streyten
.
Sentence: 212
Do
spruten
dy
ochsen
an
underloß
die
flammen
gein
Jason
,
das
ym
do
von
syn
schilt
vorsenget
wart
und
syne
glefen
vorbrante
.
Sentence: 213
Als
were
Jason
dennoch
gestorben
,
bette
er
das
wasser
den
ochssen
nicht
in
dy
helse
ge
-
sprenget
.
Sentence: 214
Do
von
vorstorten
yn
dy
helse
,
als
ab
sye
geleymet
adder
mit
keten
zu
sammen
gebunden
weren
.
Sentence: 215
Do
nam
Jason
die
ochsen
bie
yren
hornen
mit
angeleiten
jochen
vor
eynen
pflugk
spannende
und
ire
mit
yn
den
agker
.
Sentence: 216
Dornach
snelligklich
machte
sich
Jason
an
den
trachen
in
grosser
mon
-
hait
.
Sentence: 217
Als
der
trache
Jason
sehen
wart
,
begunde
er
zu
kusehen
und
kirren
gar
laute
und
sprute
uß
synem
halse
vil
flammen
mit
fewre
gemischet
,
das
dy
lufft
umb
Jason
alumbe
fewrig
rot
wart
,
werffende
uß
syne
zcun
-
gen
,
goß
er
totliche
vorgifft
an
underloß
gleich
eynem
slage
reyne
.
Sentence: 218
Aber
Jason
suchte
synen
ringk
mit
dem
grunen
steyne
und
liß
dor
in
sehen
den
trachen
.
Sentence: 219
Do
vorliß
der
traehe
das
spruen
der
flammen
und
drate
sich
umb
und
slugk
mit
synem
kopphe
uff
und
nyder
und
kunde
yn
keyne
weiß
den
stein
an
gesehen
noch
geleiden
.
Sentence: 220
Deßen
stain
vindet
man
zu
India
,
als
Ysidorus
saget
,
den
nenne
wir
smoragden
.
Sentence: 221
Als
dem
trachen
von
dem
edelen
steyne
seyne
crafft
benommen
was
,
liff
Jason
zu
ym
und
tote
yn
vollin
mit
dem
swerte
.
Sentence: 222
Dornoch
slugk
er
ym
den
koph
ab
.
Sentence: 223
Er
slugk
ym
die
czcne
uß
und
seete
dy
in
den
acker
,
den
er
gearen
hatte
mit
den
ochssen
.
Sentence: 224
Dor
uß
wuchssen
von
stund
an
vil
gewopenter
ritter
,
die
vielen
zusammen
und
slugen
sich
und
wunten
sich
undir
einander
,
biß
das
sie
alle
tot
logen
.
Sentence: 225
Als
nu
Jason
widder
das
zceuberen
der
swarczcn
kunst
diße
erbeit
und
not
alle
obirwant
,
gingk
er
vort
an
schrittes
zu
dem
ster
des
gulden
flusses
.
Sentence: 226
Do
fant
er
keynen
widdersacz
,
sunder
er
nam
yn
bie
den
hornen
und
irworgete
yn
und
zcoch
ym
ab
seyn
gulden
fleuß
und
dangkte
den
goten
,
das
er
durch
yre
hulffe
ane
schaden
synes
lebens
das
genante
fluß
irworben
hette
.
Sentence: 227
Jason
zcoch
reich
und
freliches
mutes
an
das
stat
und
schiffte
in
den
tan
zu
der
grossen
inseln
,
do
seyn
Hercules
und
seyne
gesellen
begerlichen
beiten
.
Sentence: 228
Von
den
wart
er
frolich
entpfangen
,
und
dankten
alle
den
goten
,
das
er
gesunt
wider
quam
,
wenne
sie
sich
swinde
geforcht
hatten
,
das
sy
yn
nymmer
gesehen
sulden
haben
.
Sentence: 229
Jason
quam
wider
vor
den
konigk
Oethes
,
der
entpfing
yn
in
getichter
und
scheynlicher
frolichkeit
,
wenne
ym
leit
was
,
das
is
ym
als
wol
zu
gestanden
hat
und
och
betrubte
er
sich
umb
synen
schacz
,
das
er
des
von
Jason
also
beraubet
waß
.
Sentence: 230
Aber
Medea
gunste
Jason
wol
des
gluckes
der
uberwindunge
und
uch
des
schaczes
.
Sentence: 231
Sye
enpfing
yn
frolich
,
und
hette
es
fuge
gehabt
,
wetlich
,
sie
hette
yn
umbfangen
und
ander
zceichen
der
liebe
in
grossen
frewde[n]
erczeiget
.
Sentence: 232
Von
des
vaters
geheysse
saczte
sie
sich
zu
Jason
,
als
ab
sie
sich
swinde
schemte
,
und
mit
linder
stymme
bat
sie
yn
,
zu
kommen
zu
ir
,
wenne
es
nacht
wurde
,
yn
yre
kammer
.
Sentence: 233
Als
sie
nu
mit
frewden
in
guter
korzeweile
das
groste
tail
der
nacht
zu
prachten
,
voreynten
sie
sich
yres
zcoges
von
dannen
und
was
dar
zcu
not
was
.
Sentence: 234
Als
harrete
Jason
zu
Colchos
vil
nahen
eyn
monden
.
Sentence: 235
Als
er
nu
des
zceit
und
stat
hatte
,
zcoch
er
weg
mit
synen
gesellen
und
nam
Medea
mit
ym
an
orlop
des
koniges
Oethes
.
Sentence: 236
0
Medea
,
wie
torlich
kommestu
uff
des
meres
stormige
flute
vor
-
lassende
dynen
vatter
?
Sentence: 237
Du
wirst
bitterlich
leiden
hernoch
und
weinendes
suffczcn
haben
.
Sentence: 238
Du
kommest
gein
Tessalia
,
al
do
du
durch
den
tessali
-
schen
Jason
unwirdiglich
den
burgern
Tessalie
wirst
geantwert
und
noch
vil
lastern
heymlich
irwurget
.
Sentence: 239
Aber
die
gote
rachen
die
erge
Jason
,
das
er
noch
vil
leidunge
eynes
schemelichen
todes
sturbe
.
Sentence: 240
Sage
an
,
Jason
,
was
ist
dir
nuczc
gewest
dein
ebenteuerlicher
zcog
und
die
irwerbunge
des
gulden
flusses
,
was
hat
dir
gefrommet
dy
harte
straf
-
funge
der
gote
,
dye
dor
noch
volgete
?
Sentence: 241
Dy
gote
gaben
da
mit
zu
erkennen
,
das
sie
nicht
wollen
grosse
missetete
ungeroehen
lassen
hin
gen
.
Sentence: 242
Was
vorder
?
Sentence: 243
Jason
quam
mit
den
synen
und
mit
Medean
gein
Tessalia
frolich
,
gesunt
und
reich
.
Sentence: 244
Do
wort
er
von
dem
konige
Pelleo
und
den
sy
-
nen
wol
entpfangen
,
wy
wol
das
der
konigk
das
felschlich
meynete
und
liß
in
mit
ym
herschen
,
als
er
ym
gelobet
hatte
,
wy
wol
das
er
das
un
-
sanfft
tath
.
Sentence: 245
Jason
hatte
nicht
vergessen
der
missebietunge
des
koniges
Lomedon
und
wug
geringe
dy
irwerwunge
des
gulden
flusses
.
Sentence: 246
Er
vergaß
uch
undangknemelich
der
gut
tete
,
die
er
von
Medean
entpfangen
hatte
,
und
schigkte
sich
gein
dem
konige
Lamedon
in
rache
und
obirquam
mit
Hercules
,
das
sich
der
des
ganczcn
kriges
und
erbeit
mittenander
undirzcoch
,
und
baydesampt
botten
sy
umbe
hulffe
und
rat
den
konigk
Pelleum
und
dy
mechtigen
yn
dem
lande
wider
den
konigk
Lamedon
.
Sentence: 247
Des
gestund
yn
der
konigk
Pelleus
und
alle
Krichen
und
irbotten
sich
,
yn
williglich
zcu
helffen
.
Sentence: 248
Hercules
,
als
er
nu
uff
genommen
was
als
ein
hoptman
des
kriges
,
begerte
er
yn
getrewlich
zu
vorwesen
.
Sentence: 249
Er
nam
mit
czwene
konige
von
Sparten
,
uß
dem
lande
nahen
gelegen
bie
Krichen
lande
,
eyner
gnant
Castor
,
der
ander
Pollux
,
und
bat
sie
zu
hulffe
obir
den
konigk
Lamedon
von
Troye
.
Sentence: 250
Das
globeten
sie
ym
zu
thun
mit
frewden
.
Sentence: 251
Er
bath
uch
den
konigk
Thelamo
zu
Solermia
.
Sentence: 252
Hercules
zcoch
von
dannen
mit
den
konigen
und
mit
den
mechtigen
von
Krichen
und
quam
in
das
lant
Pilon
.
Sentence: 253
Do
dannen
nam
er
mit
ym
den
herczogen
Nestor
mit
den
synen
und
quamen
alle
mitenander
in
seliger
schiffunge
gein
Troye
.
Sentence: 254
In
dem
lenczc
,
so
tage
und
nechte
ebin
lang
seyn
,
yn
dem
monden
des
merczcn
,
so
begynnet
die
zceit
dy
lute
zu
irfrawen
,
dy
snee
,
dy
zufliessen
,
die
sussen
winde
ween
,
dy
wasser
cruspen
,
denne
fliessen
die
springk
der
borne
,
denne
grunnen
die
zoweige
die
sat
wechst
,
die
blumen
entspringen
,
die
vogele
syngen
,
denne
sint
dy
wasser
gut
zu
schiffen
.
Sentence: 255
Als
sie
nu
quamen
an
den
port
Sigen
,
sy
wurffen
die
engker
uß
und
rueten
denkende
,
wy
sy
es
vorder
halden
welden
.
Sentence: 256
Sint
nymant
was
an
dem
port
,
so
traten
sie
uß
ane
hinderniß
uf
das
lant
und
slugen
yre
geczclt
uff
und
bestalten
alle
yre
ding
ordenlich
.
Sentence: 257
Der
konigk
Pelleus
hieß
vor
sich
yn
sein
geczclt
dy
mechtigen
des
heres
und
sprach
:
Sentence: 258
0
unobirwintlichen
mannee
,
des
koniges
Lamedon
obirmut
und
ungerechtikeit
noch
dem
willen
der
gote
hat
uns
geruffen
zu
storunge
seynes
landes
.
Sentence: 259
Do
zu
so
muesse
wir
zu
forderst
drey
dingk
besorgen
und
yn
achte
haben
.
Sentence: 260
Das
erste
,
das
wir
unser
personen
vor
unsern
fienden
yn
grossen
sargen
und
hute
haben
,
das
ander
,
das
wir
unser
fiende
storunge
und
ir
leip
und
ir
gut
menlich
an
greiffen
,
das
dritte
,
das
wir
von
allen
unseren
krefften
dor
auff
trachten
,
das
wir
obirwinder
werden
unser
fiende
.
Sentence: 261
Uß
dißen
dingen
volgen
uns
zcwey
gute
,
das
eyne
,
das
wir
erkennen
,
das
uns
von
gunst
der
gote
gnugk
geschicht
vor
das
unrecht
,
das
Lamedon
wider
uns
getan
hat
,
das
ander
,
das
wir
yrer
guter
und
reichtumer
hern
werden
,
der
alß
gros
ist
,
das
alle
unser
schiff
do
von
geladen
werden
.
This text is part of the
TITUS
edition of
Guido de Columnis, Buch von Troja
.
Copyright
TITUS Project
, Frankfurt a/M, 7.5.2019. No parts of this document may be republished in any form without prior permission by the copyright holder.