TITUS
Johannes Fischart, Geschichtsklitterung
Part No. 63
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Paragraph: 10      25 O Badgestrigelter Doctor von Costentz : die Müllerin auff der Nidermül : der habersack : der Thumherr mit der Fraw Eselerin. Die beicht der Baselerischen Müllerin : wir beide fahren wol vber den Rein : treizehen Nonnen, viertzehen Kinder : der Pfaff im Federfaß : die zwölff Atzelmönch im Keller : der Tübingisch Mönch im Ofen : der Betler heyaho, der Augspurgisch Spinnenstecher, welcher der Bettlerin den Pflaumenbaum schütt, vnd in eil jhren Bettelsack für den Fischsack erwischt. Schlaf Töchterlin, du weckest mich, schlaff müterlin, die Deck lang ich, O wee der leidigen Decken, die du gelanget hast, ich sihe Page: 46   vier füß da strecken, du hast gewiß ein Gast : vnd was dergleichen sauberer Lieder mehr sind, die man singt vnd getruckt find, darinn man die tägliche gedachte Practic der wechsselung der Kinder gründt. Eins morgens frü, that ich mich zu, zu einer Meyd, schmuckt sie zu mir, was schaffet jhr, laßt mich kehren, man möcht Page of re-edition: 39  vns hören, etc. Dergleichen, Junger Knab, nun zihe dich ab. Jtem es fischt ein frey Fraw Fischerin. Jtem, Ich arme Magd, wie gern ichs wagt, aber es ist kein Recht, daß ein Magd außbeut dem Knecht. Jtem wie wers, wann ich nicht schlieffe, vnd ließ dich doch nicht ein, dann ich lig jetz so tieffe, ins andern Aermelein. Vnd, Es wolt ein Jäger jagen, es ward jhm viel zu spat, Juheiaho, sie bei einander lagen, trey stund vnnd zwo gerad, kehr dich schöns Lieb herumb, beut mir dein roten Mund etc. Vnd hat dich dann der Hund gebissen, vnd hat dich doch nicht gar zerrissen, etc. Es wohnt ein Müller vor jenem Holtz, hat ein Töchterlin das war stoltz, zu der ließ sich ein Reuter strack, tragen inn eim Müllersack, zu Nacht rührt sich der Haber im Sack, etc. Brauns Mägdelin zih dein Hembdlin ab, vnnd leg dich her zu mir, etc. Es gieng ein Meidlein Abends spat, für einen jungen Knaben, etc. des war sie fro, er rauscht im Stroh, etc. Der Schwester waren trey, die aller jüngst, die vnder jhn war, die ließ den Knaben ein. Es hat ein Schwab ein Töchterlein, das wolt nicht lenger ein Meydlein sein, O du mein feines30 Elselein, etc. Es steht ein Lind in jenem Thal, ist oben breit vnnd vnden schmal, etc. Es hett ein Meydlein sein Schuh verlohren, es kondt sie nimmer finden, etc. Ich weiß mir ein stoltze Müllerin, vnd solt ich bei jr malen, etc. Der Guckgauch der flog hinden auß, wol für der Beckerin Hauß, darinn ein Goldschmid maußt. Wa gehn die Bamberger Meydlin hin, etc.

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