
Ein Projektziel ist es, den wahrscheinlichsten vollständigen Übersetzungsgraphen zu konstituieren. Jeder Knoten steht für eine Übersetzung, jede gerichtete Kante verbindet Vorlage(n) und Übersetzung. Die Textur der Kanten sagt aus, ob diese Information explizit vorlag (z.B. in der Edition) oder errechnet wurde. Übersetzungen von lyrischen Texten enthalten oft Elemente, die im Original nicht so vorkommen, um dadurch oft unter der Maxime minimal möglicher Abwandlung bei maximaler ästhetischer Wirkung die neue lyrische Form in der Zielsprache zu erzeugen. Enthält nun eine Übersetzung ein solches Element (oder eine Paraphrase) kann dies ein Hinweis auf eine Vorlage sein, die nicht das Original war. Auch den Fall mehrerer Vorlagen gibt es.
Mittels algorithmischer Distanzen lässt sich bei Vorliegen aller Digitalisate eine wahrscheinlichste Vorlage automatisch ermitteln, händisch überprüfen und so der Übersetzungsgraph vervollständigen.
Im untenstehenden Entwurf eines Teilgraphen gibt die Knotenform den Übersetzungstyp (prosaisch oder lyrisch) wieder. Weitere denkbare visuelle Merkmale sind denkbar z.B. Farbe dafür, ob der Übersetzende Georgier war, Durchmesser für die Auflage, Position für das Entstehungsjahr usw.









